Bitterer Abstieg für die „Fünfte“ – die „Achte“ steigt auf

Die zentrale Endrunde der Heidelberger Bezirksebene im Sport- und Kulturzentrum „Harres“ in St. Leon-Rot war schon ein Erlebnis! Nur eine der 50 Mannschaften hatte abgesagt. Einige Teams waren in Unterzahl angereist, so dass nur an rund 150 der 170 Bretter gespielt wurde. Dazu gab es die üblichen Begleiterscheinungen: Handyklingeln, das zum sofortigen Partieverlust führte und Aufstellungsfehler, die von der Turnierleitung ebenfalls geahndet wurden.
In einigen der fünf Spielklassen war die Spannung bis zur letzten Runde erhalten geblieben, was den Reiz eines Wettbewerbs auf Sicht- und Hörweite noch erhöhte. Auch Prominenz war zugegen – vom Bürgermeister als Schirmherrn bis hin zum Präsidenten des BSV und zum Landesturnierleiter.
Der SC Eppingen war an diesem Event mit 30 Spielern in 5 Mannschaften vertreten, so dass sich am Sonntagmorgen ein stattlicher Konvoi Richtung St.Leon -Rot bewegte. Der sportliche Erfolg hielt sich in Grenzen. Die „Fünfte“ als Flaggschiff auf Bezirksebene verlor ihr Abstiegsduell in der Bezirksklasse gegen den SV Walldorf III ziemlich chancenlos mit 2,5:5,5 (Prognose 4,12:3,88) und muss nun den Weg in die Kreisklasse A antreten. Während Reinhard Faber, Helmut Pawlik, Kostas Kakionis, Herbert Pawletko und Schota Guzaev wenigstens noch ein Remis erzielten, mussten Peter Noe, Tim Ohnezat und Werner Fischer aufgeben. Kein einziger Brettsieg in diesem Endspiel –das war zu wenig für eine Mannschaft, die im letzten Jahr – wenngleich in anderer Formation – noch in der Bereichsliga gespielt hatte. Schota Guzaev mit 6 Punkten aus 9 Partien, Kostas Kakionis mit 4,5 aus 8 und Peter Noe mit 4,5 aus 9 waren die Besten in diesem Team.
Die „Sechste“ hatte den Klassenerhalt in der Kreisklasse A schon vor der letzten Runde sicher. Gegen den nur mit 7 Spielern angetretenen Tabellennachbarn SF Heidelberg II gab es einen Wettkampf auf recht freundschaftlicher Ebene, der denn auch mit einem raschen und friedlichen 4:4 endete. Dr. Georgios Sengos, dessen Dienste sich das Team mit der „Vierten“ teilen musste, erzielte mit 6,5 Punkten aus 8 Partien das beste Ergebnis. Von den eigentlichen Stammspielern glänzte der 13-jährige Cedric Hahn mit 6,5 Punkten aus 9 Partien. Gunther Uez am Spitzenbrett mit 4 Punkten aus 9 Partien; er und Andreas Neuner mit 4,5 Punkten aus 9 Partien trugen wesentlich zum Klassenerhalt bei, mit dem man im Vorfeld nicht unbedingt rechnen konnte.
Die „Siebte“ in der Kreisklasse C hatte man nach 5 Runden und ebenso vielen Niederlagen eigentlich schon abgeschrieben. Erst als am 31.01.2010 (6. Spieltag) die vorgesehenen Gäste des SK Sandhausen IV wegen schlechter Witterung in Eppingen einfach nicht antraten und mit dem Versuch einer Neuansetzung scheiterten, witterten die Fachwerkstädter Morgenluft. Am Sonntag hatte man es jetzt in der Hand, mit einem Sieg gegen den SF Steinsfurt III das Abstiegsgespenst zu verjagen und man konnte dieses Vorhaben mit einem glatten 4,5:1,5-Sieg auch umsetzen. Tobias Illg, Martin Weißert und Jan Schückler gewannen; Jörg Haueisen, Jonas Lachowitzer und Philipp Essig erzielten jeweils ein Remis. Mit 4 Punkten aus 9 Partien an Brett 2 erzielte Martin Weißert ein sportlich bemerkenswertes Ergebnis. Der eifrigste Punktesammler aber war mit 4,5 aus 8 Jan Schückler, der gelegentlich auch in den Teams 8 und 9 aushalf.
In der Kreisklasse D hatten es die beiden Eppinger Quartette in die Playoffs geschafft. Am Sonntag konnte die „Achte“ gegen den SK Mühlhausen III mit einem 2,5:1,5-Sieg den Aufstieg klar machen, wobei sich die Maßnahme vor Ort, den für die „Sechste“ vorgesehenen Timo Petri in die „Achte“ umzudirigieren, als Volltreffer herausstellte. Der stellvertretende Schriftführer erhöhte sein Score auf 5 aus 5 und als auch Turnierneuling Benjamin Steigerwald voll punktete, stand der Aufstieg des Teams bereits fest. Dass es sogar ein Sieg wurde, dafür sorgte Katharina Bay mit ihrem Remis, so dass die Niederlage von Max Pacius am Spitzenbrett nicht mehr ins Gewicht fiel. Die „Neunte“ hatte trotz bester Aufstellung gegen den übermächtigen SC Angelbachtal II keine Chance und unterlag mit 0,5:3,5. Oliver Weißert erzielte an Brett 1 ein Remis, während Nicolai Bay, Albert Loran und Marc Weber nach teilweise langer Gegenwehr verloren. Aus den beiden Teams, die gelegentlich das Personal wechselten, sind Ricco Heß mit 5 aus 7 und Albert Loran mit 4 aus 6 besonders zu erwähnen.

Licht und Schatten bei der zentralen Endrunde