{"id":1288,"date":"2011-11-12T19:12:03","date_gmt":"2011-11-12T18:12:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2011\/11\/12\/deutsches-mannerteam-schach-%e2%80%93-europameister\/"},"modified":"2011-11-12T19:12:03","modified_gmt":"2011-11-12T18:12:03","slug":"deutsches-mannerteam-schach-%e2%80%93-europameister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2011\/11\/12\/deutsches-mannerteam-schach-%e2%80%93-europameister\/","title":{"rendered":"Deutsches M\u00c3\u00a4nnerteam Schach \u00e2\u20ac\u201c Europameister"},"content":{"rendered":"<p> <strong>Sensationeller Sieg in der Schlussrunde gegen Weltmeister Armenien<\/strong><\/p>\n<p>Man hatte sich im deutschen M\u00c3\u00a4nnerteam eigentlich nur eine gute Platzierung erhofft bei der europ\u00c3\u00a4ischen Mannschaftsmeisterschaft in Porto Carras (Griechenland , Chalkidiki). Es war ein au\u00c3\u0178erordentlich gut besetztes Turnier im Open  (38 Nationen) und bei dem ausschlie\u00c3\u0178lich Frauen vorbehaltenen Frauenturnier (in Open spielten auch einige Frauen mit), wo sich 28 Nationen eingeschrieben hatten. Im Open waren die Deutschen die Nummer 10 der Startrangliste, bei den Frauen waren sie entsprechend ihrer ELO -Zahlen an Nummer 7 gesetzt.<!--more--><br \/>\nIm Open war Russland \u00e2\u20ac\u201cwie immer \u00e2\u20ac\u201c Favorit vor Olympiasieger Ukraine, Europameister Aserbaidschan, Weltmeister Armenien und den starken Teams aus Ungarn und Frankreich. Aber es kam ganz anders!<br \/>\nDie deutsche Mannschaft, bestehend aus den Gro\u00c3\u0178meistern Arkadij Najditsch (OSG Baden-Baden) \u00e2\u20ac\u201c Georg Meier (OSG Baden-Baden) \u00e2\u20ac\u201c Daniel Fridman (SV M\u00c3\u00bclheim) \u00e2\u20ac\u201c Jan Gustafsson (OSG Baden-Baden) \u00e2\u20ac\u201c Rainer Buhmann (SV Hockenheim) spielte \u00c3\u00bcberraschend stark auf und setzte mit Siegen \u00c3\u00bcber Montenegro (3,0:1,0), Ungarn (2,5:1,5) und vor allem die Ukraine (3,5:0,5) sowie einem 2,0:2,0-Remis gegen Israel einige Ausrufezeichen. Die 1,0:3,0-Niederlage in Runde 5 gegen Bulgarien schien das Team in die Normalit\u00c3\u00a4t zur\u00c3\u00bcckzuwerfen. Aber es folgte ein sensationeller Endspurt mit vier Siegen in Folge: 3,0:1,0 gegen Italien und dreimal 2,5:1,5 gegen Rum\u00c3\u00a4nien, Aserbeidschan und schlie\u00c3\u0178lich Armenien. Die Deutschen spielten sich in einen Rausch hinein, der Bundestrainer Uwe B\u00c3\u00b6nsch (Dresden) nach dem Sieg gegen die Aseris den Ausruf entlockte: \u00e2\u20ac\u017enach dieser Leistung sollen mich alle einmal zwicken \u00e2\u20ac\u201c ich kann es noch gar nicht glauben\u00e2\u20ac\u0153. Es sollte noch besser kommen!<br \/>\nDie Mannschaft spielte sehr sicher und gleichzeitig mutig und k\u00c3\u00a4mpferisch. In den letzten drei Begegnungen gab es immer drei Remisen und stets einen Spieler, der den \u00e2\u20ac\u017eBig Point\u00e2\u20ac\u0153 setzte: gegen Rum\u00c3\u00a4nien war das Fridman, gegen Aserbaidschan Najditsch und gegen Armenien Meier. Das alles mit einer Mannschaft, in der nur einer (Najditsch) mit 2.712 ELO -Punkten die magische 2700-Grenze \u00c3\u00bcberschreitet, die die sehr guten Gro\u00c3\u0178meister von den Weltklassegro\u00c3\u0178meistern scheidet und damit gerade mal Platz 31 in der Weltrangliste einnimmt.<br \/>\nDie Deutschen gewann somit zum ersten Mal den Europameistertitel mit 15:3-Punkten (22,5 Brettpunkte) vor Aserbaidschan (14:4, 23,0) und den Ungarn (13:5, 23,0), die mit einem 4:0 gegen Bulgarien die Armenier (13:5, 22,5) noch vom \u00e2\u20ac\u017eTreppchen\u00e2\u20ac\u0153 stie\u00c3\u0178en. F\u00c3\u00bcr die favorisierten Russen (13:5, 21,5) blieb nur der entt\u00c3\u00a4uschende f\u00c3\u00bcnfte Platz. Noch schlimmer kam es f\u00c3\u00bcr die Ukraine, den Olympiasieger von 2004 und 2010. In bester Besetzung (selbst Superstar Ivanchuk war dabei) kam gerade mal Platz 15 heraus (10:8, 19,0).<br \/>\nDas deutsche Team spielte sehr homogen. Alle Spieler erreichten ein positives Ergebnis: Najditsch 5,0 aus 8, Meier 5,5 aus 9, Fridman 4,5 aus 8, Gustafsson 4,5 aus 7, Buhmann 3,0 aus 4. Fast alle erreichten eine Performance von \u00c3\u00bcber ELO 2.700. \u00c3\u0153berragend hier mit 2.794 Arkadij Najditsch, der am Spitzenbrett die st\u00c3\u00a4rksten Gegner hatte und dabei gegen Teimour Radjabov &#8211; den Superstar der Aseris \u00e2\u20ac\u201c einen sehenswerten Schwarzsieg errang, wenn man \u00c3\u00bcberhaupt einen Spieler aus dieser Mannschaft, die ein echtes Team war, herausheben soll.<br \/>\nIm Frauenturnier waren die Russinnen eine Klasse f\u00c3\u00bcr sich. Sie gewannen \u00c3\u00bcberlegen mit 17:1- Punkten (25,5 Brettpunkte). Silber ging an Polen (14:4, 23,0), Bronze an Georgien (14:4, 22,5). Die deutschen Frauen spielten ein durchwachsenes Turnier und lagen mit Platz 8 (Erwartung Platz 7) etwa bei pari mit 10:8-Punkten (20,5 Brettpunkte). Die Punkte holten: IM\/WGM Elisabeth P\u00c3\u00a4htz (3,5 aus 7), WGM Marta Michna (5,5 aus 9), der \u00c3\u00bcberragenden WIM  Melanie Ohme (6,5 aus 8), WGM Elena Levushkina (3,0 aus 5) und WIM Sarah Hoolt (2,0 aus 7).<br \/>\nDer Titel der M\u00c3\u00a4nner ist der gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178te Erfolg des Deutschen Schachbundes seit der Silbermedaille bei Olympia 2000 in Istanbul und der erste gro\u00c3\u0178e Titel in der Nachkriegszeit \u00c3\u00bcberhaupt und das mit einem Team, das mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren noch Perspektiven hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sensationeller Sieg in der Schlussrunde gegen Weltmeister Armenien Man hatte sich im deutschen M\u00c3\u00a4nnerteam eigentlich nur eine gute Platzierung erhofft bei der europ\u00c3\u00a4ischen Mannschaftsmeisterschaft in Porto Carras (Griechenland , Chalkidiki). 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