{"id":448,"date":"2008-11-26T17:57:45","date_gmt":"2008-11-26T16:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2008\/11\/26\/armenien-und-georgien-sind-die-olympiasieger-von-dresden\/"},"modified":"2008-11-26T17:57:45","modified_gmt":"2008-11-26T16:57:45","slug":"armenien-und-georgien-sind-die-olympiasieger-von-dresden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2008\/11\/26\/armenien-und-georgien-sind-die-olympiasieger-von-dresden\/","title":{"rendered":"Armenien und Georgien sind die Olympiasieger von Dresden"},"content":{"rendered":"<p><strong> Auch am Schlusstag gab es noch \u00c3\u0153berraschungen \u00e2\u20ac\u201c Platz 13 f\u00c3\u00bcr Deutschland<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie gl\u00c3\u00a4nzend organisierte 38. Schach-Olympiade in Dresden erlebte am Dienstag noch einmal dramatische H\u00c3\u00b6hepunkte, bis schlie\u00c3\u0178lich die Medaillengewinner feststanden.<br \/>\nBei den Herren behauptete Titelverteidiger Armenien mit einem 2,5:1,5 gegen China seine F\u00c3\u00bchrungsposition und gewann zum zweiten Mal in Folge die Goldmedaille. Das kleine Land im Kaukasus mit seinen unter vier Millionen Einwohnern trotzte erneut den gro\u00c3\u0178en Nationen und siegte letztlich verdient mit 19:3-Punkten. Nur eine einzige Niederlage gegen Israel mussten die Armenier hinnehmen. Mit 18:4-Punkten holten die Israelis die Silbermedaille. Dass das alles so kam, verdanken beide Teams den US-Amerikanern, die die Ukraine mit 3,5:0,5 besiegten, sich selbst mit 17:5-Punkten durch die bessere Feinwertung auf den Bronzerang katapultierten und das punktgleiche Team um Vassily Ivanchuk leer ausgehen lie\u00c3\u0178en. Die deutschen Herren, die lange vorne mitspielten und nach zwei Niederlagen zur\u00c3\u00bcckfielen, vers\u00c3\u00b6hnten mit einem 2.5:1,5- Schlussrundensieg gegen Litauen und 15:7-Punkten sowie Platz 13. Die Mannschaft hat weit \u00c3\u00bcber ihren M\u00c3\u00b6glichkeiten gespielt und beachtliche ELO-Gewinne einheimsen k\u00c3\u00b6nnen. Das \u00e2\u20ac\u017eSchweizer System\u00e2\u20ac\u0153 spiegelt diese Leistung nur unzureichend wider. Die Deutschen sind tats\u00c3\u00a4chlich wieder in Tuchf\u00c3\u00bchlung zur Weltspitze.<!--more--><br \/>\nAuch die anderen deutschen Herrenteams, in denen wesentlich Nachwuchsspieler zum Einsatz kamen, schlugen sich mit 13:9-Punkten und den Pl\u00c3\u00a4tzen 35 und 42 bei 146 teilnehmenden Mannschaften zufrieden stellend. Der Ex-Eppinger Georg Meier dr\u00c3\u00a4ngt sich mit seinen 7 Punkten aus 9 Partien am Spitzenbrett von Deutschland II f\u00c3\u00bcr das A-Team geradezu auf. F\u00c3\u00bcr Arik Braun war die Olympiade nach sehr gutem Beginn mit 4,5 Punkten aus 10 Partien eher ern\u00c3\u00bcchternd. Auch Falko Bindrich wird mit seinen 3 Punkten aus 8 Partien nicht zufrieden sein. Nachzutragen ist, dass auch im ungarischen Team (Platz 8 mit 16:6-Punkten) zwei Eppinger Bundesligaspieler mitwirkten. W\u00c3\u00a4hrend Csaba Balogh mit 3 Punkten aus 7 Partien 12 ELO-Punkte verlor, \u00c3\u00bcberzeugte Ferenc Berkes mit 6,5 Punkten aus 9 Partien und einem Zugewinn von 6 Punkten.<br \/>\nBei den Damen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Ukraine riss die f\u00c3\u00bchrenden Polinnen in der Schlussrunde mit einem 2,5:1,5 noch vom Thron. Aber nicht das Team um die junge Europameisterin Kateryna Lahno gewann, sondern Georgien sprang noch dank der besseren Feinwertung auf Platz 1. Gold f\u00c3\u00bcr die Kaukasierinnen mit 18:4-Punkten, Silber f\u00c3\u00bcr die punktgleichen Ukrainerinnen und auch hier Bronze f\u00c3\u00bcr die USA mit 17:5-Punkten. Die drei deutschen Damenteams konnten trotz teilweise guter Einzelergebnisse da nicht mithalten: Platz 21 mit 14:8-Punkten f\u00c3\u00bcr Deutschland I, Platz 34 mit 13:9-Punkten f\u00c3\u00bcr Deutschland II und Platz 47 unter 111 Teams mit 12:10-Punkten f\u00c3\u00bcr Deutschland III sind verbesserungsf\u00c3\u00a4hig.<br \/>\nF\u00c3\u00bcr die traditionelle Schach-Weltmacht Russland erf\u00c3\u00bcllten sich nach den Schlappen von Calvia 2004 und Turin 2006 die gro\u00c3\u0178en Hoffnungen nicht.<br \/>\nPlatz 1 zwar in beiden Startranglisten, aber nur die Pl\u00c3\u00a4tze 5 bei den Herren und 4 bei den Damen in der Endabrechnung, das ist zu wenig f\u00c3\u00bcr das Anspruchsdenken der Strategen aus Moskau. Und das, obwohl alles aufgeboten wurde, was Rang und Namen hat, einschlie\u00c3\u0178lich Vizeweltmeister Kramnik und Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk.<br \/>\nOhnehin waren fast alle Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en des Schachs in Dresden anwesend. Nur einer fehlte: der indische Weltmeister Viswanathan Anand hatte schon im Vorfeld auf eine Meldung im indischen Team verzichtet, weil ihm der Endtermin der Bonner Weltmeisterschaft zeitlich zu nahe an der Olympiade lag. Damit sch\u00c3\u00a4tzte er seine Kr\u00c3\u00a4fte wohl richtig ein. Rivale Vladimir Kramnik wirkte denn auch am russischen Spitzenbrett mit 5 Punkten aus 9 Partien (darunter 8 Remisen) recht m\u00c3\u00bcde und ohne Esprit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch am Schlusstag gab es noch \u00c3\u0153berraschungen \u00e2\u20ac\u201c Platz 13 f\u00c3\u00bcr Deutschland Die gl\u00c3\u00a4nzend organisierte 38. Schach-Olympiade in Dresden erlebte am Dienstag noch einmal dramatische H\u00c3\u00b6hepunkte, bis schlie\u00c3\u0178lich die Medaillengewinner feststanden. 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