{"id":622,"date":"2009-06-27T14:44:49","date_gmt":"2009-06-27T12:44:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2009\/06\/27\/ruckblick-des-1-vorsitzenden-des-sc-eppingen-zur-bundesligatagung\/"},"modified":"2009-06-28T20:23:48","modified_gmt":"2009-06-28T18:23:48","slug":"ruckblick-des-1-vorsitzenden-des-sc-eppingen-zur-bundesligatagung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2009\/06\/27\/ruckblick-des-1-vorsitzenden-des-sc-eppingen-zur-bundesligatagung\/","title":{"rendered":"R\u00c3\u00bcckblick des 1. Vorsitzenden des SC Eppingen zur Bundesligatagung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin war (leider) keine Reise wert&#8230;.<\/strong><\/p>\n<p>so lautet unisono das Fazit der beiden Eppinger Teilnehmer an der diesj\u00c3\u00a4hrigen ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesliga e.V am 13.\/14. Juni in der Landeshauptstadt. Schon die reichlich sp\u00c3\u00a4te Bekanntgabe des genauen Tagungszeitraums und -ortes bedeutete f\u00c3\u00bcr die Teilnehmer des SCE ein gro\u00c3\u0178es \u00c3\u201ergernis: Kosteng\u00c3\u00bcnstige Fl\u00c3\u00bcge oder Bahnreisen \u00e2\u20ac\u201c Fehlanzeige!! So mussten J\u00c3\u00b6rg Haueisen und ich notgedrungen mit dem eigenen Pkw reisen: Knapp sieben Stunden brauchten wir f\u00c3\u00bcr die Anreise und fast acht Stunden f\u00c3\u00bcr die R\u00c3\u00bcckfahrt. Dazwischen lag eine wenig erfreuliche Tagung und eine (freilich selbst auferlegte) kurze Nacht&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>So gesehen ist es kein Wunder, dass ich mir schon w\u00c3\u00a4hrend der Tagung \u00c3\u00bcberlegte: Vielleicht sollten wir k\u00c3\u00bcnftig wie M\u00c3\u00bclheim, Wattenscheid und Remagen einfach zuhause bleiben. Als Nebeneffekt w\u00c3\u00bcrden wir dadurch wertvolle Zeit und auch ein bisschen Geld sparen! Statt Delegierter k\u00c3\u00b6nnten auch wir k\u00c3\u00bcnftig nur noch schriftliche Statements zu den Tagungen schicken! Wir haben sicherlich Verst\u00c3\u00a4ndnis, wenn ein Vereinsvertreter krankheitsbedingt seine Teilnahme kurzfristig absagen muss. Unsere Langmut wird aber deutlich \u00c3\u00bcberstrapaziert, wenn f\u00c3\u00bcr diese Offiziellen kein Ersatz verf\u00c3\u00bcgbar ist, denn kein Verein besteht allein aus einer Person. Und wenn man sich daran erinnert, dass der eine oder andere Bundesligist in zur\u00c3\u00bcckliegenden Versammlungen schon wiederholt durch Abwesenheit  gegl\u00c3\u00a4nzt hat, dann w\u00c3\u00a4chst der Unmut zusehends. Mit solchen Gesten sendet man \u00e2\u20ac\u201c ob gewollt oder nicht &#8211; Botschaften aus. Man signalisiert zum Beispiel ganz deutlich, welcher Stellenwert der Teilnahme an den Mitgliederversammlungen beigemessen wird&#8230;<\/p>\n<p>Wir Eppinger fuhren mit gro\u00c3\u0178en Erwartungen zu der Tagung, hatten wir doch einen alten Berliner Vorschlag aus 2002 oder 2003 aufgegriffen und in die Sitzung eingebracht. Damals war er abgelehnt worden, weil die Zeit noch nicht reif war und in der Bundesliga noch mehr Amateure spielten, als dies heute der Fall ist. Gerade angesichts der vorherrschenden weltweiten Wirtschaftskrise, die nat\u00c3\u00bcrlich auch an den Bundesligaclubs nicht spurlos vorbeigeht, sollte man meinen, dass ein Vorschlag akzeptiert werden muss, von dem alle Vereine der Liga gleicherma\u00c3\u0178en und kr\u00c3\u00a4ftig (ca. 15-20 Prozent des Jahresetats) profitieren w\u00c3\u00bcrden: Der SC Eppingen pl\u00c3\u00a4dierte daf\u00c3\u00bcr, k\u00c3\u00bcnftig nur noch an f\u00c3\u00bcnf Wochenenden, daf\u00c3\u00bcr aber jeweils von Freitag bis Sonntag zu spielen, und auf diese Weise zwei Doppelspieltage komplett einzusparen. Trotzdem h\u00c3\u00a4tte jeder Verein garantiert ein Heimspielwochenende gehabt und man h\u00c3\u00a4tte zugleich die Voraussetzungen geschaffen f\u00c3\u00bcr eine zentrale Endrunde, auch wenn sie von den Vereinen seit Jahren kontrovers diskutiert wird. Mit dieser Neuerung w\u00c3\u00a4ren nat\u00c3\u00bcrlich auch die Fahrtkosten f\u00c3\u00bcr die beiden entbehrlich gewordenen Spielwochenenden entfallen und \u00c3\u00bcberdies h\u00c3\u00a4tte man auch mit den Spielern bez\u00c3\u00bcglich der Honorarh\u00c3\u00b6he reden k\u00c3\u00b6nnen. Auch sie h\u00c3\u00a4tten mit dieser Regelung offenkundige Vorteile, denn sie gew\u00c3\u00a4nnen zus\u00c3\u00a4tzliche Freir\u00c3\u00a4ume f\u00c3\u00bcr andere Turniere. Und lag es letztlich nicht am schn\u00c3\u00b6den Mammon, dass sich der Tabellensiebte Kreuzberg aus der Liga verabschiedete, der eine oder andere Verein auf den Aufstieg verzichtete (Porz ausgenommen) und selbst etablierte Bundesligaclubs lange z\u00c3\u00b6gerten, ob sie von ihrem Spielrecht \u00c3\u00bcberhaupt Gebrauch machen sollten&#8230;<\/p>\n<p>Im Vorfeld der Tagung hatte ich einige Male mit Rainer Polzin, einem der geistigen V\u00c3\u00a4ter dieser Idee, kommuniziert. Er stellte dem SC Eppingen nicht nur dankenswerter Weise seine Unterlagen von damals zur Verf\u00c3\u00bcgung, sondern er signalisierte auch, dass die Berliner Vereine diesen Antrag selbstverst\u00c3\u00a4ndlich mittragen w\u00c3\u00bcrden. Doch was geschah in der Abstimmung? Unser Vorschlag fand nicht gen\u00c3\u00bcgend Bef\u00c3\u00bcrworter und wurde ablehnt! Von der in Aussicht gestellten Berliner Unterst\u00c3\u00bctzung war in der Abstimmung keine Rede mehr&#8230; Andere Delegierte stimmten dagegen, wobei sie nicht merkten, dass sie sich mit diesem Verhalten unglaubw\u00c3\u00bcrdig machten, hatten sie doch selbst einen Antrag eingereicht, der in die gleiche Richtung zielte wie unserer. Ein Vereinsvorsitzender, der es vorzog, erst gar nicht nach Berlin zu kommen, hatte im Vorfeld der Tagung sein Votum per eMail kundgetan. Dieses Schreiben fiel leider stellenweise etwas polemisch aus und l\u00c3\u00a4sst mich daran zweifeln, dass der Kollege unseren Antrag komplett durchgedacht hat. Weil sein Verein bei Heimk\u00c3\u00a4mpfen alle Spieler privat unterbringt, sah er kein Einsparungspotential. Vermutlich bezahlen die Aktiven seines Clubs auch ihre Anfahrt zu den Wettk\u00c3\u00a4mpfen aus der eigenen Tasche, denn auf diesen Aspekt ging er in seinem Statement nicht ein. Aber Hauptsache dagegen&#8230;!<\/p>\n<p>Dass keiner der auf der Tagesordnung stehenden Antr\u00c3\u00a4ge die erforderliche Mehrheit fand, k\u00c3\u00b6nnte man nat\u00c3\u00bcrlich auf mangelnde Qualit\u00c3\u00a4t oder fehlende Substanz der Vorschl\u00c3\u00a4ge schieben. Als Teilnehmer gewannen wir aber den Eindruck, dass bei dieser Zusammenkunft ausschlie\u00c3\u0178lich ureigenste Vereinsinteressen ausgelebt wurden. Auch Vereinsvertreter, die sich wegen der angeblichen Benachteiligung der Amateurvereine im Januar noch vehement gegen die Bekanntgabe der Aufstellungen vor den Mannschaftsk\u00c3\u00a4mpfen gewehrt hatten, mussten nach dem gegl\u00c3\u00bcckten Experiment in der Vorschlussrunde in Eppingen (z\u00c3\u00a4hneknirschend?!) eingestehen, dass diese freiwillige \u00c3\u0153bereinkunft der beteiligten Vereine durchweg nur positive Folgen hatte. Diese Fakten wurden aber einfach ignoriert, das Gremium konnte sich nicht durchringen, diese Verfahrensweise f\u00c3\u00bcr die Zukunft festzuschreiben. Der Vertreter eines Aufsteigers drohte in der Diskussion sogar mit dem R\u00c3\u00bcckzug seines Vereins aus der Bundesliga, falls diese Methode zur Regel werden sollte&#8230;<\/p>\n<p>Man kann der diesj\u00c3\u00a4hrigen Mitgliederversammlung einiges nachsagen, aber sicherlich nicht, dass sie uns im Sinne der angestrebten \u00e2\u20ac\u017eVermarktung\u00e2\u20ac\u0153 weitergebracht h\u00c3\u00a4tte. Wenn die selbst ernannten Amateurvereine weiterhin alle innovativen Ideen boykottieren, dann bleibt dieses Ziel in unerreichbarer Ferne und wird nicht einmal \u00e2\u20ac\u017e..langsam, langsam..\u00e2\u20ac\u0153 erreicht, wie Till Schelz-Brandenburg in seinem pers\u00c3\u00b6nlichen R\u00c3\u00bcckblick auf die Veranstaltung schreibt. Ich bedauere in diesem Zusammenhang etwas den Gro\u00c3\u0178teil der Vorstandschaft, insbesondere aber solch \u00c3\u00bcberaus engagierte Funktion\u00c3\u00a4re wie Georgios Souleidis, Christian H\u00c3\u00bcneburg oder den mit guten Vors\u00c3\u00a4tzen angetretenen neuen Schatzmeister Rainer Niermann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin war (leider) keine Reise wert&#8230;. so lautet unisono das Fazit der beiden Eppinger Teilnehmer an der diesj\u00c3\u00a4hrigen ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesliga e.V am 13.\/14. Juni in der Landeshauptstadt. Schon die reichlich sp\u00c3\u00a4te Bekanntgabe des genauen Tagungszeitraums und -ortes bedeutete<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}