{"id":704,"date":"2009-11-17T21:52:38","date_gmt":"2009-11-17T19:52:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2009\/11\/17\/der-sce-%e2%80%9eachter%e2%80%9c-kenterte-an-der-nordsee\/"},"modified":"2009-11-17T21:52:38","modified_gmt":"2009-11-17T19:52:38","slug":"der-sce-%e2%80%9eachter%e2%80%9c-kenterte-an-der-nordsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2009\/11\/17\/der-sce-%e2%80%9eachter%e2%80%9c-kenterte-an-der-nordsee\/","title":{"rendered":"Der SCE-\u00e2\u20ac\u017eAchter\u00e2\u20ac\u0153 kenterte an der Nordsee"},"content":{"rendered":"<p> <strong>Hohe Eppinger Niederlagen gegen Bremen und Hamburg<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt Tage (oder Wochenenden), da bleibt man besser im Bett liegen. Das mag sich wohl Hans Dekan, der Teamchef der Eppinger Bundesligamannschaft gedacht haben, als er die R\u00c3\u00bcckreise seines Teams aus den Businesslogen in der Ostkurve des Bremer Weserstadions organisierte und selbst \u00e2\u20ac\u201cwie \u00c3\u00bcblich \u00e2\u20ac\u201c Fahrdienste \u00c3\u00bcbernahm. Die Kampfst\u00c3\u00a4tte, an der die Fortsetzung der Eppinger Siegesserie geplant war, wurde zur Zeugin zweier schwerer Niederlagen des Schachteams aus dem Kraichgau, die so nicht und schon gar nicht in dieser H\u00c3\u00b6he erwartet worden waren. Dabei hatte im Vorfeld alles so gut ausgesehen: 7 Gro\u00c3\u0178meister plus die Nummer 6 der Frauenweltrangliste waren zur Stelle: mit einem ELO -Schnitt von 2.584,5 hat es selten zuvor ein so starkes Eppinger Bundesligateam gegeben.<!--more--><br \/>\nAm Auftakt des Bundesligaevents am Freitag war der SC Eppingen noch nicht beteiligt. Die Fachwerkst\u00c3\u00a4dter reisten gerade an, als das Duell der hanseatischen Reisepartner Bremen und Hamburg bereits in vollem Gange war. Das deutlich favorisierte Team von der Weser tat sich schwer \u00e2\u20ac\u201c wie immer beim Nordderby. Am Ende gab es ein 4:4. Interessanterweise punkteten die Hamburger an den letzten beiden Brettern, wo sie zwei Spieler einsetzten, die am Samstag und Sonntag nicht eingeplant waren.<br \/>\nAm Samstag erleben die Eppinger trotz guter Aufstellung gegen den SV Werder Bremen ein Debakel. Zun\u00c3\u00a4chst lie\u00c3\u0178 sich die Begegnung recht ordentlich an. Csaba Balogh und Arik Braun remisierten in jeweils etwa ausgeglichener Stellung. Dann erzielte Spitzenspieler Evgeny Postny tr\u00c3\u00bcgerischen Materialgewinn und wurde von seinem ukrainischen Gegner in seiner obligatorischen Zeitnot prompt bestraft. 2:1 f\u00c3\u00bcr Bremen! Eppingen konnte um die Zeitkontrolle durch die erstmals eingesetzte 19-j\u00c3\u00a4hrige Slowenin Anna Muzychuk, die clever und nervenstark in ein gewonnenes Endspiel abwickelte, noch einmal ausgleichen. Es war das letzte Erfolgserlebnis der Eppinger an diesem Wochenende! Danach geriet die sonst so sichere ungarische Phalanx zunehmend unter Druck. Zoltan Gyimesi k\u00c3\u00a4mpfte in einem nachteiligen Endspiel lange, aber erfolglos. Ferenc Berkes h\u00c3\u00a4tte ein Remis durch Zugwiederholung erreichen k\u00c3\u00b6nnen, spielte aber aus mannschaftsdienlichen Gr\u00c3\u00bcnden weiter. Als sein Gegenangriff ins Stocken geriet und er aufgeben musste, war die Vorentscheidung gefallen. Beim Stand von 2:4 waren die Chancen, das Ruder noch einmal herum zu rei\u00c3\u0178en, gleich Null. Nach tapferem Kampf musste auch Robert Ruck einsehen, dass die gegnerischen Freibauern zu stark waren. Es war schon in der siebten Stunde, als Zoltan Medvegy seine verbissenen Gewinnbem\u00c3\u00bchungen in einem fast immer ungewinnbaren Endspiel (Turm und L\u00c3\u00a4ufer gegen Turm) aufgab und ins Remis einwilligte. Die Einzelergebnisse (Eppingen zuerst genannt): GM Postny \u00e2\u20ac\u201c GM Eljanov 0:1, GM Berkes \u00e2\u20ac\u201c GM Fressinet 0:1,  GM Balogh \u00e2\u20ac\u201c GM Areshchenko remis, GM Gyimesi \u00e2\u20ac\u201c GM Roiz 0:1, GM Ruck \u00e2\u20ac\u201c GM Nyb\u00c3\u00a4ck 0:1, GM Braun \u00e2\u20ac\u201c GM Hracek remis, GM Medvegy \u00e2\u20ac\u201c GM Babula remis, IM\/WGM Muzychuk \u00e2\u20ac\u201c IM Llaneza Vega 1:0. Endergebnis: 5,5:2,5 f\u00c3\u00bcr Bremen (die Prognose hatte die Bremer mit 4,50:3,50 vorne gesehen).<br \/>\nParallel gab es eine gro\u00c3\u0178e \u00c3\u0153berraschung. Die Eppinger Reisepartner aus Trier bezwangen den favorisierten Hamburger SK mit 4,5:3,5. Damit konnte man nach der desolaten Vorstellung der R\u00c3\u00b6merst\u00c3\u00a4dter beim Eppingen Bundesligaevent nicht rechnen!<br \/>\n\u00e2\u20ac\u017eSchlimmer kann es nicht mehr kommen\u00e2\u20ac\u0153, dachten die Eppinger nach der Niederlage gegen Bremen. Aber es kam schlimmer! Im Spiel gegen den Hamburger SK von 1830 half auch die Erinnerung an die erfolgreiche Historie nichts. Die Fachwerkst\u00c3\u00a4dter hatten beim 2:6 keine Chance, obwohl sie als leichter Favorit in die Begegnung gegangen waren (Prognose: 4,47:3,53). Nach den vertretbaren Auftaktremisen von Ferenc Berkes und Csaba Balogh geriet Zoltan Medvegy in ein verlorenes Endspiel und die Trag\u00c3\u00b6die des SCE begann. Als schlie\u00c3\u0178lich an Brett 8 Anna Muzychuk dem Sturmangriff ihres wertungsschw\u00c3\u00a4cheren Gegners erlag, gingen die Eppinger mit einem 1:3-R\u00c3\u00bcckstand in die Verl\u00c3\u00a4ngerung. Und es war kein Land in Sicht! Arik Braun m\u00c3\u00bchte sich mit einem Minusbauern im Damenendspiel chancenlos und Robert Ruck hoffte mit einer Minusfigur auf ein Wunder. Auch von Evgeny Postny, der recht sicher operierte und Zolt\u00c3\u00a1n Gyimesi, der kleine, aber kaum realisierbare Vorteile hatte, war keine entscheidende Hilfe zu erwarten. Und so kam es! Braun und Ruck verloren, Postny und Gyimesi remisierten, alle nach langem, tapferem Kampf. Die Einzelergebnisse (Eppingen zuerst genannt): GM Postny \u00e2\u20ac\u201c GM Wojtaszek remis, GM Berkes \u00e2\u20ac\u201c GM Kempinski remis, GM Balogh \u00e2\u20ac\u201c GM Rogazenco remis, GM Gyimesi \u00e2\u20ac\u201c GM Rasmussen remis, GM Ruck \u00e2\u20ac\u201c GM Dr. Ftacnik 0:1, GM Braun \u00e2\u20ac\u201c GM Dr. M\u00c3\u00bcller 0:1, GM Medvegy \u00e2\u20ac\u201c IM Heinemann 0:1, IM\/WGM Muzychuk \u00e2\u20ac\u201c IM Reeh 0:1. Endergebnis: 6:2 f\u00c3\u00bcr Hamburg!  Parallel musste sich Trier nach erbittertem Widerstand den Bremer Gastgebern mit 3:5 beugen.<br \/>\nNach den beiden herben Niederlagen sind die Eppinger zun\u00c3\u00a4chst einmal ins Mittelfeld zur\u00c3\u00bcckgefallen (Platz 6). Der n\u00c3\u00a4chste Spieltermin ist am 12.-13.12.2009 in Heidelberg.<br \/>\nEigentlich w\u00c3\u00a4re \u00e2\u20ac\u017eWiedergutmachung\u00e2\u20ac\u0153 angesagt. Gegen den Gastgeber und alten Bezirksrivalen Heidelberger SK 1879\/Handschuhsheim ist ein Erfolgserlebnis schon denkbar, aber sonntags wartet der Deutsche Meister OSG Baden-Baden, der Reisepartner der Universit\u00c3\u00a4tsst\u00c3\u00a4dter, der alles andere als ein Aufbaugegner f\u00c3\u00bcr das Team aus dem Kraichgau sein wird. Das sonnt\u00c3\u00a4gliche 8:0 der Badest\u00c3\u00a4dter gegen den armen Aufsteiger Erfurter SK spricht B\u00c3\u00a4nde. Da wird sich Teamchef Hans Dekan schon was ausdenken m\u00c3\u00bcssen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohe Eppinger Niederlagen gegen Bremen und Hamburg Es gibt Tage (oder Wochenenden), da bleibt man besser im Bett liegen. 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