{"id":801,"date":"2010-03-05T16:10:33","date_gmt":"2010-03-05T15:10:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2010\/03\/05\/randnotizen-vom-bundesliga-wochenende-am-27-und-28-februar-2010-in-trier\/"},"modified":"2010-03-05T16:10:33","modified_gmt":"2010-03-05T15:10:33","slug":"randnotizen-vom-bundesliga-wochenende-am-27-und-28-februar-2010-in-trier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-eppingen.de\/blog\/2010\/03\/05\/randnotizen-vom-bundesliga-wochenende-am-27-und-28-februar-2010-in-trier\/","title":{"rendered":"Randnotizen vom Bundesliga-Wochenende am 27. und 28. Februar 2010 in Trier"},"content":{"rendered":"<p> <strong>(beobachtet und zu Papier gebracht vom Eppinger Vereinsvorsitzenden Rudolf Eyer, der als Teamchef seine Mannschaft nach Trier begleitete)<\/strong><\/p>\n<p>Normalerweise schreibe ich die \u00e2\u20ac\u017eRandnotizen\u00e2\u20ac\u0153 nur bei Heimspielen unseres Teams  in Eppingen. Nachdem aber unser etatm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178iger Mannschaftsf\u00c3\u00bchrer Hans Dekan aus famili\u00c3\u00a4ren Gr\u00c3\u00bcnden an diesem Wochenende nicht dabei sein kann, betreuen der stellvertretende Schriftf\u00c3\u00bchrer Timo Petri und ich das Team in den Begegnungen gegen die beiden Berliner Mannschaften K\u00c3\u00b6nig Tegel und SF Berlin.<!--more--><\/p>\n<p>Obwohl wir nicht mit unserer ersten Acht antreten k\u00c3\u00b6nnen, gilt unser Team in beiden Begegnungen als Favorit. Halb Schachdeutschland fragt sich ja bereits: Was ist nur mit den Eppingern los? Vor diesem Hintergrund w\u00c3\u00a4ren uns nat\u00c3\u00bcrlich die vier Punkte sehr willkommen. Aber Vorsicht! Auch ELO-Prognosen k\u00c3\u00b6nnen bisweilen t\u00c3\u00a4uschen\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Der SC Eppingen schreibt heute in Trier, ohnehin ein \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst geschichtstr\u00c3\u00a4chtiges Terrain, ein neues Kapitel Vereinsgeschichte. Erstmals bieten die Fachwerkst\u00c3\u00a4dter in einem Bundesligakampf geballte Frauenpower  auf: Anna Muzychuk (Brett 6) und Elisabeth Paehtz (Brett 7) sitzen nicht nur nebeneinander, sondern sorgen allein schon durch ihr Mitwirken f\u00c3\u00bcr zwei optische Highlights im n\u00c3\u00bcchternen Sitzungssaal der Kreisverwaltung.<\/p>\n<p>Unsere Mannschaft ist bereits gestern Abend angereist. Timo bet\u00c3\u00a4tigte sich im Hotel als Quartiermeister, nachdem die Rezeption bereits geschlossen hatte. Ich selbst konnte mich erst heute auf den Weg machen, war aber trotz eines l\u00c3\u00a4ngeren Staus und einer Vollsperrung der Autobahn rechtzeitig in Trier. Gemeinsam mit Lothar Vogt brach ich kurz nach 13 Uhr zum Turnierlokal auf. Mein Navigationsger\u00c3\u00a4t w\u00c3\u00bcrden wir f\u00c3\u00bcr die knapp f\u00c3\u00bcnf Kilometer sicherlich nicht brauchen (au\u00c3\u0178erdem h\u00c3\u00a4lt es auch viel l\u00c3\u00a4nger im  Handschuhfach!), notfalls m\u00c3\u00bcssten wir uns eben durchfragen. Aber das war leichter gesagt als getan. Lothar tat sein Bestes, sprach unentwegt Passanten an und wei\u00c3\u0178 jetzt immerhin eines ganz genau: Von 20 Einwohnern der R\u00c3\u00b6merstadt kommen 19 aus dem Ausland oder haben noch nie etwas vom Willy-Brandt-Platz geh\u00c3\u00b6rt. Erst ein Taxifahrer konnte uns auf den rechten Weg bringen..<\/p>\n<p>Mittlerweile ist mir auch klar geworden, warum ich es im Schach \u00e2\u20ac\u201c von einigen Erfolgen in der Jugend abgesehen \u00e2\u20ac\u201c nie zu Meisterehren brachte. Es liegt an den Nerven: W\u00c3\u00a4hrend ich mich um 13 Uhr mit etwas Unbehagen (wegen des knappen Zeitfensters) auf den Weg zum Turnierlokal machte, wollten unsere Magyaren Zoltan Gyimesi,  sein Schwager Zoltan Medvegy und Ferenc Berkes nicht vor 13.30 Uhr starten. Das gaben sie mir h\u00c3\u00b6flich, aber bestimmt zu verstehen. Und der Erfolg sollte ihnen Recht geben, genau eine Minute vor Spielbeginn betraten sie im Konvoi den Turniersaal. Dass ich bis dahin x-Mal vor dem Geb\u00c3\u00a4ude nach dem Trio Ausschau gehalten hatte, brauche ich nicht besonders hervorzuheben. Wie gesagt: Alles nur eine Frage der Nerven\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Heute (Sonntag) feiert Anna Muzychuk ihren 20. Geburtstag (in diesem Alter darf man die Jahreszahl noch nennen). Team und Betreuer gratulierten ihr bereits im Hotel w\u00c3\u00a4hrend des gemeinsamen Fr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bccks ganz herzlich. Gestern haben wir uns lange den Kopf zerbrochen, womit man dem Geburtstagskind eine kleine Freude bereiten k\u00c3\u00b6nnte. Schlie\u00c3\u0178lich baten wir Elisabeth Paehtz \u00e2\u20ac\u017eum geistigen Beistand\u00e2\u20ac\u0153. Mit einigen guten Tipps versorgt, begab sich Timo gestern Nachmittag auf eine Shoppingtour in der Stadt und besorgte Schokolade, Pralinen (in diesem Alter darf man noch naschen) und ein Viertel Moselwein (in diesem Alter darf man ab und zu schon ein Gl\u00c3\u00a4schen Wein trinken)..<\/p>\n<p>Der Trierer Mannschaftsf\u00c3\u00bchrer Stefan M\u00c3\u00bcllenbruck \u00c3\u00bcbernahm am Sonntag die offizielle Begr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178ung. Das Geburtstagskind staunte nicht schlecht, als ihr auch der Veranstalter gratulierte und alle Anwesenden im Turniersaal applaudierten. Freilich war eine kleine \u00e2\u20ac\u017egezielte Indiskretion\u00e2\u20ac\u0153 meinerseits an Stefan war vorausgegangen\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Der Schachsport ist sch\u00c3\u00b6n, kann aber auch in Stress ausarten: Nicht weniger als zehn Tage am St\u00c3\u00bcck war im Falko Bindrich im Vorfeld dieses Spieltages unterwegs.  Zun\u00c3\u00a4chst spielte er zwei Turniere in Gibraltar und Frankreich mit, dann war er ganze 72 Stunden zuhause in Zittau und nach diesem Bundesligaevent f\u00c3\u00a4hrt er nach Rommelshausen bei Stuttgart. Dort findet ein Vorbereitungslehrgang zur Deutschen Meisterschaft statt, die am Donnerstag beginnt. Dieses Mal wird er 16 Tage auf Reisen sein. Im Gegensatz zu Falko wird der Titelverteidiger Arik Braun trotz Semesterferien heuer auf einen Start verzichten.<\/p>\n<p>Dieses Wochenende wird als die K\u00c3\u00a4mpfe mit den \u00e2\u20ac\u017eBlitzsiege\u00e2\u20ac\u0153 in die Eppinger Annalen eingehen. Gestern fegte Falko Bindrich seinen Gegner Ulf von Herman mit den wei\u00c3\u0178en Steinen in 19 Z\u00c3\u00bcgen und schon nach einer Stunde Spielzeit vom Brett. Da wollte Arik Braun heute nicht zur\u00c3\u00bcckstehen. Vor\u00c3\u00bcbergehend hat das Brett mit verteilten Chancen gebrannt. Kein Wunder, wenn zwei bedingungslose Angriffsspieler aufeinander treffen. Dem noch amtierenden Deutschen Meister gelang letztlich ein souver\u00c3\u00a4ner Erfolg gegen Ilja Schneider mit \u00e2\u20ac\u201c Sie ahnen es schon \u00e2\u20ac\u201c den wei\u00c3\u0178en Steinen in 19 Z\u00c3\u00bcgen und nach nur einer Stunde Spielzeit&#8230;<\/p>\n<p>Es geht heute in Tier verdammt st\u00c3\u00bcrmisch zu. Damit meine ich nicht die Geschehnisse auf den Brettern, sondern das Sturmtief Xynthia. Orkanartige Winde r\u00c3\u00bctteln bedrohlich an den Fenstern und pfeifen mit lautem Get\u00c3\u00b6se um das Turniergeb\u00c3\u00a4ude. \u00c3\u0153berhaupt nichts f\u00c3\u00bcr schwache Nerven!<\/p>\n<p>Nach einem harten Kampf gegen die SF Berlin steht der zweite Sieg der Badener an diesem Wochenende fest. Allerdings wird die Freude der Eppinger dadurch etwas getr\u00c3\u00bcbt, dass in Trier zwischenzeitlich wegen des Sturms Katastrophenalarm ausgel\u00c3\u00b6st wurde. \u00c3\u0153berall entwurzelte B\u00c3\u00a4ume und gesperrte Stra\u00c3\u0178en. Wir hoffen, dass die weite  Heimfahrt dadurch nicht gravierend beeintr\u00c3\u00a4chtigt wird\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Rudolf Eyer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(beobachtet und zu Papier gebracht vom Eppinger Vereinsvorsitzenden Rudolf Eyer, der als Teamchef seine Mannschaft nach Trier begleitete) Normalerweise schreibe ich die \u00e2\u20ac\u017eRandnotizen\u00e2\u20ac\u0153 nur bei Heimspielen unseres Teams in Eppingen. 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