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Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Eppingen für die Bundesliga-Saison 2009/2010
Liebe Schachfreunde, verehrte Gäste,
seit Einführung der eingleisigen 1. Bundesliga im Jahr 1980 spielt der Schachclub Eppingen nun zum 7. Mal und zum 6. Mal in Folge in der 1. Bundesliga.
Gespielt wird in Eppingen an den Wochenenden 17./18. Oktober 2009 sowie 10./11. April 2010.
Ich freue mich, Sie an diesen Tagen in Eppingen, der Fachwerkstadt mit Pfiff, begrüßen zu dürfen.
Was ist Schach eigentlich? Ist es ein Spiel, Sport, Wissenschaft oder Kunst? Die Kunst dieses Brettspiels ist es, die zu erwartenden Spielzüge des Gegners vorauszusehen und möglichst klug zu kontern.
Gerade deswegen wird vielerorten das Schachspielen auch als Kunst betrachtet. Diese Kunst auch an jüngere Generationen weiterzugeben, ist im Zeitalter von Computerspielen und Internet eine Herausforderung. Der Schachclub Eppingen engagiert sich in besonderer Weise in der Kinder- und Jugendarbeit und bringt dadurch auch jungen Menschen die Begeisterung für Schach nahe. Damit leistet der Verein auch einen wichtigen Beitrag zur Jugendförderung in unserer Stadt, in der er als einer von über 200 Vereinen eine besondere Stellung genießt. Mit seinen Leistungen trägt er dazu bei, den Namen unserer Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen.
Bei den Verantwortlichen des Schachclubs möchte ich mich an dieser Stelle für ihr Engagement sowie die zahlreichen Vorbereitungen und das Durchführen der Veranstaltungen bedanken.
Ich wünsche allen angereisten Mannschaften und natürlich unserem Schachclub Eppingen viel Erfolg bei den sportlichen Vergleichen. Allen Teilnehmern, Gästen, Besuchern und Zuschauern wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt in Eppingen sowie den Organisatoren
eine erfolgreiche Veranstaltung mit spannenden Partien und verdienten Siegern.
Klaus Holaschke
Oberbürgermeister Stadt Eppingen
Vierter Platz in der Saison 2008 / 2009
Trübsal beim Schachclub Eppingen ?! Mitnichten!! Warum auch? Zum einen überwog die Freude bei Spielern und Verantwortlichen über den mitunter als „undankbar“ apostrophierten 4. Tabellenplatz, weil er für uns wirklich unerwartet kam. Zum andern verhinderten die dem SCE von der Schachpresse verliehenen Attribute jeglichen Katzenjammer: „Eppingen, die Überraschungsmannschaft der Saison..“, oder auch “..Heimlich, still und leise hat sich die badische Mannschaft aufgerüstet und sich von einem abstiegsbedrohten Team zu einem deutschen Aushängeschild gemausert“ und schließlich „…Eppingen gehört zu den deutschen Spitzenteams und es sieht ganz so aus, als würden wir Kiebitze uns noch ein paar Jährchen an der Mannschaft aus dem Kraichgau erfreuen können….“ (so Frank Zeller in der „Rochade Europa“ 5 / 2009). Ich kann mich – sicherlich auch im Namen aller Vorstandskollegen und Vereinsmitglieder – diesem gut gemeinten Wunsch nur anschließen: Solange wie möglich wollen wir alles daran setzen, die Rahmenbedingungen für Spitzenschach in Eppingen zu gewährleisten. Dieses Vorhaben erfolgreich in die Tat umzusetzen, funktioniert aber nur, wenn alle (Verein, Stadt, Sponsoren, Freunde und Gönner) an einem Strang (und in die gleiche Richtung!) ziehen. Was wird uns die kommende Saison bringen?? Erfreulich ist zunächst einmal, dass die Mannschaft komplett zusammen bleibt. Mit Evgeny Postny kehrt ein sehr starker Spieler in den Kraichgau zurück, der bereits zwei Jahre für den SCE an die Bretter ging. In der Saison 2009 / 2010 werden wir aber auch ein neues Kapitel Vereinsgeschichte schreiben: Erstmals werden für den SCE zwei junge Damen in der Bundesliga auf Punktejagd gehen. Die 19-jährige Slowenin Anna Muzychuk (aktuelle Nummer 6 der Frauen-Weltrangliste) kam auf Empfehlung unseres Spitzenspielers Sergej Tiviakov ins Team. Nur wenig älter und kaum schwächer ist Elisabeth Pähtz. Sie gilt als derzeit stärkste deutsche Schachspielerin. Die aus Erfurt stammende Wahl-Berlinerin ging bislang für den renommierten SC Kreuzberg an die Bretter, der sich aus finanziellen Gründen aus der 1. Bundesliga zurückgezogen hat. Der SC Eppingen dürfte mit diesen Neuzugängen sicherlich noch etwas stärker geworden sein. Ob diese Tatsache freilich zu einer Wiederholung des Vorjahreserfolgs reicht, wird sich erst im Verlauf der Saison zeigen. Nicht wenige Experten führten das unerwartet gute Eppinger Abschneiden im Vorjahr darauf zurück, dass der deutsche Meister Baden-Baden unser Reisepartner war: Einige Mannschaften hätten gegen die Badestädter nicht ihre stärkste Formation aufgeboten, wovon das Eppinger Team kräftig profitiert habe. In der bevorstehenden Runde haben wir mit dem SK Trier einen neuen Reisepartner erhalten, dessen erklärtes Ziel der Klassenerhalt darstellt. Wir müssen davon ausgehen, dass im Abstiegskampf keine Geschenke verteilt werden und alle Teams deshalb versuchen werden, in Bestbesetzung gegen die Rheinland-Pfälzer (und damit auch gegen den SCE) anzutreten… Eine realistische Einschätzung der Eppinger Chancen fällt daher schwer. Wir Funktionäre gaben deshalb als (vorsichtiges) Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz aus. Übrigens nicht nur für unsere „Erste“, sondern auch für unsere übrigen acht Eppinger Mannschaften (zugegeben, in Ligen mit üblicherweise zehn Teams ist dieses Vorhaben etwas leichter zu realisieren als in der 1. Bundesliga mit ihren 16 Vereinen…) Der Schachclub Eppingen heißt alle Gastmannschaften mit ihren Aktiven und Betreuern, aber natürlich auch alle übrigen Schachfreunde aus Nah und Fern in unserer schönen Stadt ganz herzlich willkommen. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und uns allen spannende Wettkämpfe mit faszinierenden Partien.
Rudolf Eyer
1. Vorsitzender





